In unserer Praxis in Würzburg behandeln wir Zahnfleischentzündungen frühzeitig – für gesunde Zähne und festen Halt.

Parodontitisbehandlung in Würzburg – für gesundes Zahnfleisch und feste Zähne

Parodontologie für langfristigen Zahnerhalt

Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie betrifft nicht nur das Zahnfleisch, sondern kann auch den Kieferknochen und den festen Halt der Zähne beeinträchtigen. Da die Erkrankung häufig lange Zeit kaum Beschwerden verursacht, bleibt sie zunächst oft unbemerkt. Früh erkannt und konsequent behandelt lässt sich ihr Fortschreiten in vielen Fällen bremsen und der Erhalt der eigenen Zähne langfristig unterstützen.

Was passiert bei einer Parodontitis?

Bei einer Parodontitis entzündet sich nicht nur das Zahnfleisch, sondern der gesamte Zahnhalteapparat. Im Verlauf der Erkrankung vertiefen sich die Zahnfleischtaschen, und der Kieferknochen kann zunehmend abgebaut werden. In den entstandenen Taschen sammeln sich bakterielle Beläge, die eine anhaltende Entzündungsreaktion des Körpers auslösen. Das Zahnfleisch kann anschwellen, bluten und sich im weiteren Verlauf zurückbilden.

Durch den fortschreitenden Knochenabbau können Zahnhälse und Wurzeloberflächen freiliegen, die Zähne an Halt verlieren und sich schließlich lockern. Unbehandelt kann eine Parodontitis langfristig bis zum Zahnverlust führen. Da die Erkrankung häufig lange Zeit kaum Schmerzen verursacht, bemerken viele Betroffene deutliche Symptome erst in einem fortgeschrittenen Stadium.

Ursachen und Risikofaktoren einer Parodontitis

Parodontitis entsteht meist durch das Zusammenspiel von bakteriellen Belägen und der individuellen Reaktion des Körpers. Wie stark sich die Erkrankung entwickelt und wie schnell sie fortschreitet, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Neben der Mundhygiene können auch erbliche Faktoren, bestimmte Allgemeinerkrankungen und persönliche Lebensgewohnheiten eine Rolle spielen.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören Rauchen und ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus. Auch anhaltender Stress kann den Verlauf ungünstig beeinflussen. Treffen mehrere Risikofaktoren zusammen, kann sich eine Parodontitis schneller entwickeln oder stärker ausgeprägt verlaufen.

Parodontitis steht außerdem mit verschiedenen Allgemeinerkrankungen in Zusammenhang. Besonders gut untersucht sind die Wechselwirkungen mit Diabetes mellitus sowie die Beziehungen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deshalb ist eine gute Mundgesundheit nicht nur für den Erhalt der eigenen Zähne wichtig, sondern kann auch für die allgemeine Gesundheit von Bedeutung sein.

So läuft eine Parodontitisbehandlung ab

Am Anfang steht eine gründliche Untersuchung des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates. Zur Früherkennung parodontaler Erkrankungen kann der Parodontale Screening Index (PSI) wichtige Hinweise liefern. Besteht der Verdacht auf eine behandlungsbedürftige Parodontitis, messen wir unter anderem die Tiefe der Zahnfleischtaschen und erfassen den parodontalen Befund. Bei Bedarf ergänzen Röntgenaufnahmen die Diagnostik und zeigen, ob bereits Knochen abgebaut wurde.

Anhand der Befunde beurteilen wir Ausmaß und Schweregrad der Erkrankung sowie individuelle Risikofaktoren. Dabei kann die Parodontitis nach Stadium und Grad eingestuft werden. Auf dieser Grundlage erstellen wir einen individuell abgestimmten Behandlungsplan.

Vor der eigentlichen Behandlung optimieren wir gemeinsam mit Ihnen die häusliche Mundhygiene und zeigen Ihnen, wie Sie Zähne und Zahnzwischenräume möglichst effektiv reinigen können. Erreichbare bakterielle Beläge und Zahnstein werden entfernt. Je nach individueller Situation kann ergänzend eine professionelle Zahnreinigung sinnvoll sein.

Bei der eigentlichen Parodontitisbehandlung werden bakterielle Beläge und Ablagerungen auch unterhalb des Zahnfleischrandes und in den Zahnfleischtaschen sorgfältig entfernt. Ziel ist es, die bakterielle Belastung deutlich zu reduzieren und die Entzündung des Zahnhalteapparates zum Abklingen zu bringen.

Nach einer festgelegten Heilungsphase kontrollieren wir das Behandlungsergebnis. Dabei werden die Zahnfleischtaschen erneut gemessen und mit den Ausgangsbefunden verglichen. So lässt sich beurteilen, wie gut das Zahnfleisch auf die Behandlung reagiert hat und ob weitere Maßnahmen notwendig sind.

Bei besonders tiefen Zahnfleischtaschen oder fortgeschrittenem Knochenabbau können in einzelnen Fällen zusätzliche chirurgische Behandlungsmaßnahmen erforderlich sein. Ob dies sinnvoll ist, entscheiden wir abhängig vom individuellen Befund.

Ein besonders wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Parodontitistherapie ist die langfristige unterstützende Parodontitistherapie (UPT). Parodontitis ist eine chronische Erkrankung und kann erneut auftreten. Regelmäßige Kontrollen, die professionelle Entfernung von Belägen und eine konsequente Mundhygiene zu Hause helfen dabei, das erreichte Behandlungsergebnis langfristig zu erhalten.

Ausführliche Informationen zur langfristigen Betreuung und zu den aktuellen Regelungen finden Sie auch in unserem Blogbeitrag „Parodontitis-Nachsorge: Seit Juli 2025 neue Flexibilität“.

Unser Ziel ist es, die Entzündung dauerhaft unter Kontrolle zu bringen, den Zahnhalteapparat zu stabilisieren und Ihre eigenen Zähne möglichst lange gesund zu erhalten. Eine konsequente Parodontitisbehandlung und regelmäßige Nachsorge tragen entscheidend dazu bei, das erreichte Behandlungsergebnis langfristig zu sichern. Mehr über unseren zahnerhaltenden und möglichst schonenden Behandlungsansatz erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Schonende Zahnmedizin: Weniger Eingriff, mehr Zahnerhalt“.

Häufige Fragen und Antworten zu Parodontitis in Würzburg

Was ist der Unterschied zwischen einer Zahnfleischentzündung und einer Parodontitis?

Eine Zahnfleischentzündung, die sogenannte Gingivitis, betrifft zunächst nur das Zahnfleisch. Wird sie frühzeitig erkannt und behandelt, kann sie in der Regel vollständig abheilen. Bei einer Parodontitis hat sich die Entzündung bereits auf den Zahnhalteapparat und den Kieferknochen ausgebreitet. Unbehandelt kann sie zu freiliegenden Zahnhälsen, lockeren Zähnen und schließlich zum Zahnverlust führen. Umgangssprachlich wird die Erkrankung häufig auch als Parodontose bezeichnet.

Mögliche Anzeichen sind häufiges Zahnfleischbluten, gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch, zurückgehendes Zahnfleisch und empfindliche Zahnhälse. Im fortgeschrittenen Stadium können sich Zähne lockern oder ihre Stellung verändern. Da eine Parodontitis oft lange Zeit keine Schmerzen verursacht, wird sie von vielen Betroffenen erst spät bemerkt.

Regelmäßiges Zahnfleischbluten sollte zahnärztlich abgeklärt werden. Es kann ein frühes Zeichen einer Zahnfleischentzündung oder Parodontitis sein. Besonders wenn zusätzlich Schwellungen, Mundgeruch, Zahnfleischrückgang oder lockere Zähne auftreten, empfehlen wir eine zeitnahe Untersuchung. Je früher eine Entzündung erkannt wird, desto besser lässt sich eine dauerhafte Schädigung des Zahnhalteapparates vermeiden.

Zur Früherkennung von Erkrankungen des Zahnhalteapparates kann der Parodontale Screening Index (PSI) wichtige Hinweise geben. Dabei wird das Zahnfleisch systematisch untersucht und unter anderem geprüft, ob Zahnfleischtaschen oder Blutungen vorliegen.

Besteht der Verdacht auf eine Parodontitis, erfolgt eine genauere Untersuchung. Dabei messen wir mit einer feinen Sonde die Tiefe der Zahnfleischtaschen und erfassen den parodontalen Befund. Ergänzend können Röntgenaufnahmen notwendig sein, um einen möglichen Abbau des Kieferknochens zu beurteilen.

Aus den Untersuchungsergebnissen, dem Ausmaß und Schweregrad der Erkrankung sowie individuellen Risikofaktoren ergibt sich der Behandlungsplan. Bei einer bestätigten Parodontitis kann die Erkrankung zusätzlich nach Stadium und Grad eingestuft werden.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören bakterielle Zahnbeläge, Rauchen, Diabetes mellitus, bestimmte Allgemeinerkrankungen, Stress und eine erbliche Veranlagung. Auch eine unzureichende Reinigung der Zahnzwischenräume kann die Entstehung einer Parodontitis begünstigen. Wir beraten Sie gerne, wie Sie Ihr persönliches Erkrankungsrisiko verringern können.

Die eigentliche Parodontitisbehandlung ist in der Regel gut verträglich. Bei Bedarf wird das zu behandelnde Gebiet örtlich betäubt, sodass die Reinigung der Zahnfleischtaschen möglichst schmerzarm durchgeführt werden kann.

Nach der Behandlung können das Zahnfleisch und einzelne Zähne vorübergehend etwas empfindlich reagieren. Auch leichte Druckempfindlichkeit oder ein vorübergehendes Ziehen sind möglich. Diese Beschwerden klingen normalerweise innerhalb kurzer Zeit wieder ab.

Unser Ziel ist es, die Behandlung für Sie so angenehm und schonend wie möglich durchzuführen und die einzelnen Schritte vorher verständlich mit Ihnen zu besprechen.

Die Dauer einer Parodontitisbehandlung hängt davon ab, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und wie viele Zähne beziehungsweise Zahnfleischtaschen betroffen sind.

Die eigentliche Reinigung der Zahnfleischtaschen erfolgt meist in wenigen Behandlungsterminen. Anschließend benötigt das Zahnfleisch einige Zeit zur Heilung, bevor das Behandlungsergebnis kontrolliert und gegebenenfalls über weitere Maßnahmen entschieden wird.

Da Parodontitis eine chronische Erkrankung ist, endet die Behandlung nicht mit der eigentlichen Therapie. Besonders wichtig ist die anschließende unterstützende Parodontitistherapie (UPT) mit regelmäßigen Kontrollen und professioneller Reinigung. Diese langfristige Nachsorge hilft dabei, das Behandlungsergebnis zu stabilisieren und ein erneutes Fortschreiten der Erkrankung möglichst zu verhindern.

Bereits verloren gegangener Kieferknochen lässt sich nicht immer vollständig wiederherstellen. Die Entzündung kann jedoch in den meisten Fällen gestoppt und das Behandlungsergebnis langfristig stabilisiert werden. Entscheidend dafür sind eine sorgfältige häusliche Mundhygiene und regelmäßige Nachsorgetermine in unserer Praxis.

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung und kann erneut aktiv werden. Bei der unterstützenden Parodontitistherapie kontrollieren wir deshalb regelmäßig das Zahnfleisch und die Zahnfleischtaschen und entfernen bakterielle Beläge. Wie häufig diese Termine notwendig sind, richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und Ihrem persönlichen Risiko. Ohne regelmäßige Nachsorge steigt die Gefahr eines erneuten Knochenabbaus.

Bei gesetzlich Versicherten übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer medizinisch notwendigen systematischen Parodontitisbehandlung, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind und die Behandlung von der Krankenkasse genehmigt wurde.

Zum Leistungsspektrum gehören unter anderem die erforderliche Diagnostik, das Aufklärungs- und Therapiegespräch, die Mundhygieneunterweisung, die Behandlung der Zahnfleischtaschen, die Kontrolle des Behandlungsergebnisses sowie die anschließende unterstützende Parodontitistherapie (UPT).

Bestimmte zusätzliche Leistungen, beispielsweise eine professionelle Zahnreinigung oder spezielle ergänzende Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, können privat zu bezahlen sein.

Welche Behandlung in Ihrem individuellen Fall erforderlich ist und welche Leistungen von Ihrer Krankenkasse übernommen werden, besprechen wir selbstverständlich vor Beginn der Therapie mit Ihnen.

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